Lohsa Ladegast-Rühlmann-Orgel

RestaurationLohsa Ladegast-Rühlmann-Orgel

Erbaut 1871, Wilhelm Rühlmann // Restauriert 2018-2020, Hermann Eule Orgelbau

  • Lohsa
  • 2018 - 2020
  • Restauration

 

Die Orgel in der Ev. Kirche in Lohsa wurde 1871 von Wilhelm Rühlmann aus Zörbig erbaut. Er erstellte das Instrument allerdings im Auftrag des berühmten und seinerzeit bedeutenden Weißenfelser Orgelbauers Friedrich Ladegast (1818 – 1905), der von der Gemeinde – wohl auf Grund seiner bereits in Niederschlesien errichteten hervorragenden neuen Orgeln (Klitten 1857, Diehsa 1859, Hospitalkirche Görlitz 1865, Reichenbach 1866, Großsärchen 1868) – auserkoren worden war. Ladegast war jedoch zu jener Zeit mit dem Bau mehrerer sehr großer neuer Instrumente (Schwerin, Köthen, Wien) ausgelastet und gab den Auftrag nach seinem Konzept an seinen Schüler Rühlmann weiter, welcher bis wenige Jahre zuvor bei ihm gelernt hatte und bereits zuvor Orgeln im Auftrag gebaut hatte (drei Werke für Estland, 1869 Wolfstein/Pfalz). Seit 1908 befindet sie sich in Betreuung des Hermann Eule Orgelbaus und wird immer wieder zu kleinen Teilen restauriert; zum Beispiel wurde 1912 der Magazinbalg mit Schöpfer erneuert. Die jüngste Restaurierung (2018-2020) umfasst jedoch die gesamte Orgel auf Initiative von Herrn Wenk aus Lohsa mit Wiederherstellung der klanglichen Originalgestalt samt Prospektpfeifen und Cymbelsternen. Die Ladegast-Rühlmann-Orgel besitzt 18 Register mit 1110 Pfeifen, wovon 630 noch original erhalten sind.

 

Ladegast-Rühlmann-Orgel Lohsa

 

I. Manual (Hauptwerk) C – f′′′

1. Bordun 16′ ***
2. Principal 8′ **
3. Doppelflöt 8′
4. Gambe 8′ **
5. Principal 4′ *
6. Rohrflöte 4′
7. Quinte et Octave 3′ & 2′ (C-H nur 2′) **
8. Cornett 3fach ab c° 5 1/3′+4′, ab c′ + 3 1/5′ ***
9. Mixtur 3fach 1 1/3′, repet. c° c′ c′′ *

 

II. Manual (Hinterwerk) C – f′′′

10. Flauto trav. 8′ (C-H mit L.G.8′) ***
11. Viola d’amour 8′ **
12. Liebl. Gedackt 8′ *
13. Geigenprincipal 4′ *
14. Flauto amab. 4′ ***

 

Pedal C – d′

15. Violon 16′
16. Subbass 16′
17. Cello 8′
18. Bassquinte 5 1/3′ ***

 

Nebenregister:

Manualcoppel, Pedalcoppel

Cymbelstern (2 Sterne, Klangwerk am rechten) **

Kalkantenruf (jetzt Motor- und Lichtschalter)

 

* Einzelpfeifen rekonstruiert

** teilweise rekonstruiert

*** vollständig rekonstruiert

 

Bildergalerie zu während und nach der Restauration

 

 

Alle Bildrechte gehören Günter Widiger und dem

Hermann Eule Orgelbau.

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