Berlin Französische Friedrichstadtkirche

Hermann Eule Orgelbau - opus 530, II / 25 (mit Extensionen 31 Register)
Erbaut 1985, im sog. “Französischen Dom” am Gendarmenmarkt
www.franzoesischer-dom.de


Gestaltung

1754 wurde in der Französischen Kirche Berlin die erste Orgel errichtet. Erbaut hatte sie Leopold Christian Schmaltz.1905 erweiterten Gebr. Dinse die Orgel unter Einbeziehung des alten Gehäuses. 1944 sanken Kirche und Orgel in Schutt und Asche. Vor der Zerstörung baute man das kostbare Rokoko-Schnitzwerk aus und lagerte es sicher ein.

1982 wurde die Kirche wieder aufgebaut. Selbstverständlich musste das Schnitzwerk in die Planung der neuen Orgel einbezogen werden - eine Rekonstruktion des alten Gehäuses anhand zweier Fotos war schwierig, aber machbar.

Um eine ästhetische Einheit vom äußeren Erscheinungsbild der Orgel und ihrem Inneren zu schaffen, wurden historische Techniken der Orgelbaukunst angewandt: Windladen, Wellenbretter, Registermechanik, Gerüstwerk sind aus Eiche gefertigt, die Lagerstellen der Tontraktur nicht ausgetucht, die gedeckten Metallpfeifen und Rohrflöten zugelötet, Cornet ist aufgebänkt.

Das Orgelinnere wurde, da keine Quellen ausreichende Auskunft über die Beschaffenheit der ersten Orgel gaben, neu konzipiert. Der Disposition lag die Idee zugrunde, in der Französischen Kirche eine Orgel zu haben, auf der französische Orgelmusik des 18. Jahrhunderts darstellbar ist. Die Disposition zeigt starke Anlehnung an eine französische Baupraxis. Auch Mensuren, Legierungen und der Reichtum an Zungen sind nach französischem Vorbild gestaltet.

 

Bauherr: Kuratorium der Französischen Friedrichstadtkirche, Friedenstraße 1, 10249 Berlin
Entwurf:  Hermann Eule Orgelbau
Disposition:   Hermann Eule Orgelbau; Bernd Sulzmann, Ettenheim; KMD Christhard Kirchner, Berlin
Mensuren: Bernd Sulzmann, Ettenheim
Intonation:  Hermann Eule Orgelbau

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