Vaduz, Kathedrale St. Florin - Disposition

opus 672 Baujahr 2013

Die kursiv geschriebenen Register sind zusätzlich zur Originaldisposition von 1874.

I. Manual: Hauptwerk, Tonumfang C-g'''
1. Bordun 16‘

2. Principal 8‘

3. Tibia 8‘



4. Viola di Gamba 8‘

5. Gedackt 8’

6. Quintfloete 5 1/3‘

7. Octave 4‘



8. Gemshorn 4‘

9. Quinte 2 2/3’ VA

---
Vorabzug aus Mixtur
10. Octave 2’

11. Mixtur 5fach 2 2/3’

12. Trompete 8’
Begleitwerk (wird in die Traktur des I. Manuals eingekoppelt, 440 Hertz)
13. Rohrflöte 8‘

14. Canora 4‘

II. Manual: Seitenwerk, Tonumfang C-g'''
15. Salicional 16’ Tr. III * Transmission aus Manual III
16. Principalflöte 8‘

17. Liebl. Gedackt 8’

18. Aeoline 8’

19. Fugara 4’

20. Flöte 4‘
21. Nasard 2 2/3’ VA --- Vorabzug aus Cornett

22. Flageolet 2’



23. Cornett 3-5f. 2 2/3‘

24. Fagott-Clarinette 8‘
III. Manual: Schwellwerk, Tonumfang C-g'''
25. Salicional 16’ *

26. Geigenprincipal 8’



27. Wienerflöte 8‘

28. Dolce 8‘

29. Salicional 8’

30. Vox coelestis 8’ ab c°

31. Geigenoctav 4’ VA
--- Vorabzug aus Progressio
32. Viola 4’

33. Floete travers 4’

34. Flautino 2’

35. Progressio 3-4f. 4‘
36. Trompette harm. 8’
37. Oboe 8’
38. Physharmonika 8‘
39. - Tremulant
Pedal, Tonumfang C-f', Klaviaturposition c° unter c'
40. Principalbass 16‘

41. Violon 16‘

42. Subbass 16’

43. Salicetbass 16’ Tr. III --- Transmission aus Manual III
44. Quintbass 10 2/3’

45. Octavbass 8’
46. Violoncello 8’
47. Dolcebass 8’ Tr. III --- Octavtransmission aus Salicet 16‘ Manual III
48. Flötbass 4’  
49. Posaune 16’

Anmerkungen:
* Salicional 16‘ stand 1874 im II. Manual, aus Platzgründen jetzt im III. Manual.
Bei den erhaltenen Originalregistern von 1874 wurden die Manualtöne fs‘‘‘ und g‘‘‘ sowie die Pedaltöne ds‘ bis f‘ jeweils mensurgerecht ergänzt (nur in Dolce 8‘ konnten die vorhandenen Pfeifen weiterverwendet werden).
Alle späteren Eingriffe in die originalen Pfeifen wie z.B. Stimmschlitze, abgeschnittene Mündungen, entfernte Bärte wurden originalgetreu rückgängig gemacht.
Die Prospektpfeifen waren 1874 wahrscheinlich nicht klingend und wurden erst 1947 klingend gemacht; dies wurde beibehalten.

Koppeln und Spielhilfen     

  • 6 Normalkoppeln (als Züge), 3 Pedalkoppeln (als wechselwirkende Tritte)
  • 2 Schwelltritte, Walze, Tritt für „Walze an“
  • 4 feste Kollektive p – mf – f – ff (als Tritte)
  • Setzeranlage System Eule mit 10.000 Speicherplätzen sowie 4 Programmen für die Walze
  • Sequenzer vor- und rückwärts dreifach als Pistons unter I, im linken und im rechten Schubkasten, zusätzlich Sequenzer vorwärts zweifach als Tritte links und rechts von Walze/Schwelltritt
  • Setzerbedienelemente dezent untergebracht unter dem I. Manual mit Blendleiste sowie im rechten Schubkasten
  • Funktionstasten für Einfügen, Löschen, Kopieren, Lesen und Schreiben
  • Speichermedium für je 1.000 Kombinationen als Chipkarte, außerdem die ersten 4 Tausendergruppen mit Schlüsseln abschließbar
  • mechanische Anzeigen für Schwellwerk und Walze, Digitalanzeige für Setzer mit Schiebeblende
  • Registerzug Physharmonika wirkt als Trakturansteller zum III. Manual, Schleifen des Begleitwerkes schalten zugleich die Trakturanstellung zum I. Manual
  • farbige Grundplatten der Registerschilder wie bei Steinmeyer (I = rot, II = blau, III = grün, P = gelb, Koppeln = zweifarbig, Begleitwerk = weiß), mit Nummerierung
  • Schalter für Motor und Licht als Registerzug

Technische Daten
Stimmton 431 Hz bei 15° C, Stimmungsart gleichschwebend; Begleitwerk auf 440 Hz gestimmt
Schleifladen mit mechanischer Spiel- und Registertraktur sowie zusätzlicher elektrischer Registertraktur, frei stehender Spieltisch mit Blick in die Kirche
2.593 Pfeifen (davon 45 im Prospekt sichtbar), hiervon 956 Pfeifen in 25 Registern von 1874
13 Windladen
4 große doppelfaltige Magazinbälge im Turmraum hinter der Orgel, 1 großer Ventilator
Gesamtgewicht: etwa 10 Tonnen

 

Wichtige Beteiligte am Orgelbau
Konzept, Disposition und Sachberatung: Andreas Zwingli, Orgelexperte; Jiri Kocourek, Eule Orgelbau Bautzen; Prof. Hannfried Lucke,
Prof. Bernhard Billeter, Philipp Pelster, alle Orgelkommission; Josef Frommelt, Fürstlicher Musikdirektor, Maciej Zborowski, Organist
Konstruktion: Andreas Werner, Konstrukteur Eule Orgelbau Bautzen
Mensuration und Intonation: Gregor Hieke, Chefintonateur, sowie André Gude und Michael Friedel und Hannes Kunath, Eule Orgelbau
Technische Leitung: Christoph Kumpe, Orgelbaumeister, Eule Orgelbau Bautzen

 

 

 

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