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Neue Eule-Orgel geht auf den Weg nach St. Petersburg
 
Gedacht ist das Instrument für das traditionsreiche Konservatorium der Stadt.
 
Miriam Schönbach
 
Bautzener Orgelbaukunst für Russland: In drei Wochen geht eine Konzertorgel der Firma Hermann Eule auf den Weg nach St. Petersburg. Gestern besuchte die russische Orgelkommission den Handwerksbetrieb, um sich über die Arbeiten zu informieren. „Wir haben uns für den Bautzener betrieb entschieden, weil diese hervorragenden Orgeln schon in der ehemaligen Sowjetunion bekannt waren“, sagte Daniel Zaretzky, Professor für Orgelmusik. Gedacht ist das Instrument für das St. Petersburger „Rimski-Korsakov“.
 
Offizielle Weihe im Oktober
„Den Auftrag im Wert von rund 1,2 Millionen Euro haben wir in knapp zwei Jahren verwirklicht“ sagt Geschäftsführerin Anne-Christin Eule. Die Herausforderung bestand darin, einen Neubau in einem denkmalgeschützten Gehäuse zu meistern. Das Originalinstrument konstruierte 1896 Eberhard Friedrich Walcker, der bedeutendste deutsche Orgelbauer des 19. Jahrhunderts. Seit 20 Jahren wurde die Orgel nicht mehr bespielt. Den Studenten des ältesten Konservatoriums Russlands standen nur Übe-Orgeln zur Verfügung. „Das neue Instrument verfügt über 56 Register. Es ist für eine sehr vielfältige Literatur von Barock bis Romantik angelegt“, sagt Christoph Kumpe, technischer Leiter der Orgelbaufirma.
Erklingen wird die Orgel zu Studienzwecken und Konzerten. Zwei russische Studenten wurden in Bautzen zu Orgelpflegern ausgebildet.
„Anfang März werden sechs Mitarbeiter für sechs Wochen das Instrument vor Ort aufbauen“, sagt Jiri Kocourek, der zweite Geschäftsführer der Firma Eule. Mitte Mai erfolgt die Intonation.
Die offizielle Orgelweihe soll im Oktober gefeiert werden. Wir haben dazu namhafte Künstler aus der der ganzen Welt eingeladen“, sagt Daniel Zaretzky. Die Firma Eule nimmt unterdessen bereits die nächsten Projekte in Angriff:
Dem Auftrag in St. Petersburg folgen jetzt Orgel-Neubauten für die Städte Salzburg und Duisburg.
 
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