| Erbaut 1891, E. F. Walcker
Restauriert 2006 - 2007, Hermann Eule Orgelbau
Das Restaurierungskonzept
Als Hauptinhalt für die Restaurierung bestand die Aufgabe, alle
erhaltenen
Teile der Walcker-Orgel von 1891 möglichst wieder in ihren ursprünglichen
Kontext zurückzustellen. Zusätzlich ging es darum, die originale
Klang-
konzeption der ursprünglich für die Holländische reformierte
Kirche
gebauten Orgel dem größeren Raumvolumen der Akademischen
Kapella
anzupassen. Außerdem war der vom Auftraggeber geforderten Vielseitig-
keit der Orgel als Konzertinstrument Rechnung zu tragen.
Die Restaurierungsarbeiten
Erstes Ziel der Arbeiten an der Orgel war die weitestgehende Wiederher-
stellung der originalen Disposition von 1891 unter Verwendung des alten
Pfeifenwerkes. 23 Register der ursprünglichen Orgel waren nahezu
komplett erhalten geblieben.
Glücklicherweise haben sich im Archiv der Firma Walcker die Pläne
von
1891 zum Bau der Orgel erhalten, auf die „Eule“ zur Wiederherstellung
der
Bauform der fehlenden Register zurückgreifen konnte.
Als zweites galt es, die erforderlichen Erweiterungen des Klangspektrums
in Konstruktion, Bauweise und Klang stilgleich dem historischen Orgelwerk
hinzu zufügen.
Die dritte Aufgabe bestand darin, den historisch überlieferten
Teil der Orgel
mit den neuen Zutaten konstruktiv so zu verbinden, dass sich ein einheit-
liches Materialgefüge und optimale Möglichkeiten der Klangabstrahlung
für
das jeweilige Register ergeben. Zudem sollte eine klare Optik und Zugäng-
lichkeit zu den Funktionsteilen dem Orgelpfleger die Arbeit erleichtern.
Das vierte Augenmerk wurde auf optimale Bedingungen für eine lange
Lebensdauer der Orgel gelegt. Aus diesem Grund wurde die gesamte
Bauhülle des Orgelwerks baulich Instand gesetzt.
Zur besseren Klangabstrahlung dient eine neu eingebaute massive glatte
Rückwand des Orgelinnenraums. |