Tage- und Werkstattbuch, Johannes Creutzburg
Willkommen Orgelbau Tradition Orgelbau Veranstaltungen Publikationen
Orgel Neubau
Orgel Restaurierung
Orgel Wartung
Orgel Lexikon
Kontakt
Impressum
 
Duderstadt, St. Cyriakus - Creutzburg Orgel
Restaurierung
 

1984 setzten seitens der Kirchgemeinde erste Überlegungen zur
Restaurierung der Creutzburg-Orgel ein. 1986 folgt ein durch die Stadt-
verwaltung in Auftrag gegebenes Gutachten des Sachverständigen des
"Bundes Deutscher Orgelbaumeister" Gerhard Opitz, der ein baldiges
"Verkommen" der Orgel vorhersagt.
Dr. Karl Wurm von der Servatiuskirche in Duderstadt konstatiert den
besorgniserregenden Zustand der Orgel und fragt, ob es sich hier
tatsächlich noch um eine Barockorgel handele.
1992 untersucht der Organologe Dr. Cornelus Edskes, Groningen, die
Orgel und fordert eine "auf höchster Ebene durchzuführende
Restaurierung". Diesem Votum schließt sich der Kirchenvorstand an.
1996 gründet sich ein Förderverein, der entscheidende Impulse zur
Restaurierung gibt. 1998 legt Prof. Dr. Reinhardt Menger, Frankfurt,
eine "Konzeption zur Wiederherstellung der Creutzburg-Orgel" vor, die
auch die erhaltenswerten Veränderungen der Umbauten von 1823 und
1859 in die Überlegungen einbezieht.
1999 erarbeitet eine Orgelkommission die Leistungsbeschreibung zur
Restaurierung. Die Kommission hat folgende Mitglieder:
Hauptkonservator Dipl. Ing. Dr. Urs Boeck, Hannover
Diözesankonservator PD Dr.-Ing. Karl Bernhard Kruse, Hildesheim
Prof. Dr. Reinhardt Menger, Frankfurt
Regionalkantor Paul Heggemann, Duderstadt

Das Ziel der Arbeiten soll die weitgehende Wiederherstellung der 1735
fertig gestellten Creutzburg-Orgel sein, wobei aus musikalischen
und denkmalpflegerischen Erwägungen das aus dem 19. Jahrhundert
überkommene Pfeifenwerk und das Gehäuse in seiner jetzigen Gestalt
übernommen werden soll.
2003 erhielten wir den Auftrag zur Restaurierung der Orgel nach der
beschriebenen Konzeption.
Wertvolle Hinweise zur Bauweise Creutzburgs gaben uns dabei die
erhaltene Creutzburg-Orgel in Tastungen sowie sein Werkstattbuch,
das sich in Besitz der Duderstädter Orgelwerkstatt Krell befindet.
Die wichtigste Aufgabe der Restaurierung war das Rücksortieren der
im Laufe der Umbauten auf falsche Stellen geratenen Pfeifen und das
Zuordnen der Pfeifen zu den Baustufen 1735, 1823 und 1859.
Nur damit war eine Annäherung an das alte Klangbild möglich.
Der technische Unterbau einschließlich der Balganlage wurde nach
Creutzburg-Vorlagen rekonstruiert.
Fehlende Register wurden nach Material- und Mensuranalyse neu
hergestellt, dabei auch sämtliche Zungenstimmen.

 
 
Geschichte
Disposition
Fotogalerie
 
 nach oben
Rekonstruierte Spielanlage, 2006, Fotografie Prof. Dr. Reinhardt Menger