


| St. Petersburg, Russland - Konservatorium, Glasunow-Saal | ||||||
| Technik / Gestaltung | ||||||
| Technisches Konzept / Werkverteilung und Wartungszugänge | ||||||
| Die Konstruktion des neuen Orgelwerkes
richtet sich nach den Abmes- Bei unseren Überlegungen zur technischen Aufteilung und Anlage
der |
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| Aus diesem Grunde werden die beiden Windladen
des Hauptwerkes zentral in Orgelmitte angeordnet. Sie werden beidseitig flankiert von den Windladen des Schwellwerkes (im Schwellkasten). Zur besseren Klangabstrahlung leicht erhöht, sind zentral hinter dem Hauptwerk die beiden Windladen des Positivs angeordnet. Für die Windladen des Schwellwerkes wendeten wir ein besonderes Ver- fahren an, welches sich in unserem Hause schon bei vielen Orgeln außer- ordentlich bewährt hat, nämlich in der Hälfte der Ladentiefe über den mittig angeordneten Ventilkästen liegende Stimmgänge. |
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| Im Fall der vorliegenden Planung bedeutet
dies, geradlinige und direkte Stimmzugänge zu haben: Über den Aufstieg nach oben im Inneren der Orgel betritt man den Haupt- stimmgang für das Hauptwerk und Positiv und gelangt von dort geradlinig durch die Türen der Schwellkästen auf den Stimmgang der Windladen des Schwellwerkes. Die Windladen des Großpedals (Principalbass 16', Violonbass 16', Posau- nenbass 16') sind klassisch-hinterständig positioniert, was sich klanglich und windtechnisch außerordentlich bewährt hat. Aus Platzgründen wurden die tiefen Pfeifen von Untersatz 32' im Balgraum hinter der Orgel mit eigenen Windladen positioniert. Dies erforderte die Maueröffnung der Orgelrückwand. Die beiden Kleinpedal-Windladen befinden sich vor den Großpedalladen und sind "gestürzt", d.h. in der Achse des Konzertsaales angeordnet. Man erhält so einen optimalen Zugang zu allen Pedalpfeifen. Zum Schutz des Orgelwerkes wurden beidseitig des Durchganges Zwischenwände mit Türen eingebaut, die jedoch zur Klangverschmelzung klangdurchlässig gestaltet sind. Die Windmaschine und gesamte Gebläseanlage mit ihren 5 großen Doppelfaltenmagazinbälgen befindet sich im Raum hinter der Orgel. Gut dimensionierte Holzkanäle versorgen alle Werke ausreichend mit Wind. Die Spieltraktur ist rein mechanisch als "hängende Traktur" mit einarmigen Tastenhebeln angelegt. Sie verläuft auf direktestem Wege von den Klavia- turen zu den Spielventilen über Winkel, Wellenbretter und Wellenrahmen. Die elektrische Registertraktur wird elektronisch gesteuert und verfügt über 9.999 programmierbare Kombinationen. Die Schleifenbetätigung er- folgt durch Schleifenzugmagnete, System "Heuss", neuester Bauart. Die gesamte Stromversorgung, Elektrik / Elektronik befindet sich innerhalb der Orgel. Prospektgestaltung Der historische Holzprospekt wurde beibehalten und mit einem neuen Spielschrank versehen. Der Organist sitzt erhöht auf einem Podest. Dafür werden die Mittelfüllungen des Gehäuses entfernt und die Gehäuse- anschlüsse zum Spielschrank, wie dieser passend zum Stil von 1897, eingefügt. Die Prospektpfeifen wurden neu angefertigt. Deren Pfeifenlinien (Pfeifenmündungen und Pfeifenfüße) wurden nach einem Foto von F. Bulla der Zeit von 1912 –13 rekonstruiert. Intonation Der individuellen Intonation, die jedem Register den ihm gemäßen Charak- ter verleiht, wurde größte Aufmerksamkeit gewidmet. Die optimale Ansprache jeder einzelnen Pfeife und die Schönheit des Einzeltones ist das Kriterium der Intonation, für ein großes, vielseitiges Klangbild. Die gut ausgebaute Grundstimmenpalette und die darauf aufbauenden stilistisch gültigen Stimmen und Mixturen ermöglichen ein äußerst nuancenreiches Spiel mit einer nahezu stufenlosen Dynamik. Die Pfeifen wurden in der Werkstatt vorintoniert, mit genügenden Sicher- heiten im Aufschnittbereich und den Tonlängen. Die endgültige Intonation erfolgt im Konzertsaal mit dem notwendigen hohen Zeitaufwand. |
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| Armin Zuckerriedel Orgelbaumeister |
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| Konzeption | ||||||
| Technik / Gestaltung | ||||||
| Disposition | ||||||



