| Hermann Eule Orgelbau -
opus 652, II / 12 + 2 Transm.
Erbaut: 2007
Konzeption der Chor-Ensemble-Orgel
Die der Ausschreibung zugrunde liegende Konzeption beinhaltete ein in
der Höhe stark reduziertes, mittig auf der Westempore aufgestelltes
Instrument, mit dem möglichst viel Stellplatz für Chor und
Instrumentalisten
erhalten bleibt und die Sichtverbindung von den Chorpodesten wenig
eingeschränkt wird.
Nach ausgiebiger Untersuchung der räumlichen und akustischen Verhält-
nisse gaben wir angesichts der reichlich vorhandenen Raumhöhe mit
guter
Nutzungsmöglichkeit für besonders große Register und
deren klanglicher
Entfaltung, einer Teilung der Orgel in zwei Hälften den Vorzug.
Die Klangidee geht von einer durchgehend romantischen Konzeption aus:
Ein geradezu perfektes Klangideal für die beabsichtigte Funktion
einer
solchen Chor-Ensemble-Orgel.
Für das Musizieren von Barockmusik ist ein Continuowerk im Spieltisch
eingebaut. Es beinhaltet ein Gedeckt 8'-Register, das so über das
II. Manual angespielt werden kann, dass die Superoctavkoppel II/I des
gesamtes Werkes vorgeordnet ist, so dass über das I. Manual der
8' auch
als 4' spielbar ist. Diesem Register ist eine zusätzliche Pfeife
Kontra H
zugeordnet, so dass es einen halben Ton tiefer auf 415 Hz transponiert
werden kann. |