Orgel Aktuell |
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Salzburg, Orgel-Neubau im Großen Saal des Mozarteums |
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| Ab Mai 2010 wird aus dem Großen
Saal der Internationalen Stiftung Mozarteum (ISM) seit langer Zeit erstmalig
wieder Orgelmusik erklingen. Die ISM hat für den Bau einer neuen Orgel die Firma Eule Orgelbau aus Bautzen (Sachsen) betraut. Ziel des Großprojektes ist nicht nur die Ermöglichung von Orgelkonzerten in Salzburgs berühmten Jugendstil- Konzertsaal, sondern auch die Rekonstruktion des architektonischen Erscheinungsbildes von Saal und Orgel in seiner ursprünglichen Form von 1914. Die Baukosten der Orgel iHv rund 1,1 Mio Euro werden exklusiv von der Stiftung Propter Homines aus dem Fürstentum Liechtenstein, die unter dem Vorsitz des Fürstlichen Kommerzialrates Dr. Herbert Batliner steht, finanziert. So wird die Orgel auch den Namen "Propter Homines Orgel" tragen. Die „Orgelgeschichte“ der Internationalen Stiftung Mozarteum lässt sich in drei Zeitabschnitte einteilen: Die erste sog. „Rieger-Orgel“ wurde 1914 mit Erbauung des Hauptgebäudes der Internationalen Stiftung Mozarteum durch den Münchner Jugendstil- Architekten Richard Brandl (1875-1955) errichtet. Während die bekannte Orgelbaufirma „Gebrüder Rieger“ aus Jägerndorf für das Innenleben des Instruments verant- wortlich war, stammten die Vorgaben zur dekorativen Ausgestaltung des Orgelprospekts vom Gebäudearchitekten selbst. Dieser beauftragte zur Ausführung der plastischen Arbeiten den Münchner Bildhauer und Kunst-gewerbler Josef Wackerle. 1955 wurden einige der Orgelornamente (zwei Jugendstil-Figuren und –Vasen) im Rahmen von allgemeinen Renovierungsarbeiten entfernt. Man verfolgte damals das Ziel, durch das Entfernen von Deckengemälden und Änderung des Farbkonzepts im Saal einen ruhigeren Gesamteindruck zu schaffen. 1969/70 wurde die mittlerweile unbespielbare Rieger-Orgel durch die sog. „Arco-Orgel“ der Orgelbaufirma Walcker-Mayer aus Gutramsdorf ersetzt. Dieses zweite Instrument verfügte statt den bisherigen 80 nur noch über 50 Register, was eine Erweiterung der bühnen- und musiktechnischen Funktionsräume ermöglichte. Seit 10 bis 15 Jahren kann die Arco-Orgel wegen Materialermüdung nur noch in Einzelfällen bespielt werden. In der Ausschreibung um die Propter Homines Orgel 2007/10 setzte sich die Firma Hermann Eule Orgelbau aus Bautzen gegen weitere vier Wett- bewerbsteilnehmer durch. Eule Orgelbau blickt auf eine 137-jährige Betriebserfahrung zurück. Das Konzept der Orgelexperten überzeugte besonders durch die genaue Analyse und Einbeziehung der architektonischen und akustischen Gegebenheiten in das Orgelkonzept. Ziel des Eule-Konzept ist es, den architektonisch authentischen Zustand von 1914 wieder herzustellen, gleichzeitig soll eine bestmögliche Klangqualität, Spielbarkeit und Halt- barkeit garantiert werden. Dies hängt in ganz erheblicher Weise vom richtigen Verhältnis zwischen Orgelgröße und Raum ab. Der zur Verfü- gung stehende Platz im Großen Saal erlaubt, so Eule Orgelbau, bei Ausschöpfung aller Möglichkeiten eine Gesamtzahl von 50 Registern mit bestmöglicher Klangqualität, verteilt auf Manual und Pedal. Da der historische Orgelprospekt des Gebäudearchitekten Richard Berndl (1875-1955) erhalten bleibt und nur das Innenleben des Instruments ausgetauscht und intoniert wird, bedeutet der Umbau für den regulären Konzertbetrieb des Großen Saals im Mozarteum nur wenig Beeinträch- tigung: Die üblichen Eigenveranstaltungen (Mozartwoche und Dialoge-Festival) sowie Fremdveranstaltungen (Konzertzyklen von Mozarteum Orchester und Camerata, Salzburger Festspiele, Oster- und Pfingstfest-spiele etc) können wie jedes Jahr stattfinden, einzelne Terminänderungen werden noch vor Bekanntgabe der Konzertprogramme koordiniert. Bau- liche Veränderungen wie die Reinstallation der historischen Jugendstil-Figuren und –Vasen, Einbau der neuen Pfeifen und Register sowie die Intonation der Orgel erfolgen in zwei Einbauphasen im Herbst 2009 und im Frühjahr 2010. |
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| Weitere Informationen:
Mirjam Nellmann, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Internationale Stiftung Mozarteum, Schwarzstr. 26, A-5020 Salzburg, Tel.: 0043/662/88940-25, mobil: 0043/650/8894025, Mail: nellmann@mozarteum.at, www.mozarteum.at |
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