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Orgel Lexikon - kleine Orgelkunde von A bis Z

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Kegellade Spezielle Bauart einer Windlade mit kegelförmigen Ventilen unter jeder Pfeife. Kegelladen wurden vor allem in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gebaut.
   
Kehle Unterlage der Zunge, die beim Schwingen auf die Kehle (vergleichbar mit einem längs aufgeschnittenen Messingrohr) aufschlägt und dadurch den Ton einer Zungenpfeife erzeugt.
   
Klaviatur Tastenreihe mit 61 nebeneinander angeordneten Tasten als Manualklaviatur (C-c4) sowie mit 32 Tasten als Pedalklaviatur (C-g1).
   
Koppel Ein- und ausschaltbare Vorrichtung der Spielanlage, die das Mitspielen der Register eines Teilwerkes der Orgel auf einem anderen Manual bzw. im Pedal ermöglicht. Der Gebrauch der Koppel erhöht die Registerkombinationen erheblich und erlaubt auch die Vereinigung sämtlicher Manualstimmen auf einem Manual.
   
Labium Pfeifenmund einer Lippenpfeife (Labialpfeife) mit Aufschnittsöffnung, Ober- und Unterlabium. Im Bereich des Labiums wird der Ton erzeugt.
   
Labialpfeife oder Lippenpfeife, benannt nach dem Labium, dem „Pfeifenmund“, der Öffnung zwischen Pfeifenfuß und -körper. Die Luftsäule im Pfeifenkörper wird durch Anblasen zum Schwingen gebracht. Zu den Labialpfeifen gehört der überwiegende Teil der Register: die Principale, Flöten, Streicher und Mixturen. Ihre Klangfarbe bzw. Klagcharakter wird durch die Bauform, die Mensur, das verwendete Material und die Art der Intonation bestimmt. Labialpfeifen bilden den größten Teil des Pfeifenbestandes einer Orgel, sie sind zumeist als einzige von außen im Prospekt sichtbar.
   
Magazinbalg siehe Balg
   
Manual Die von den Händen gespielte Klaviatur mit meist 4 1/2 Oktaven Tastenumfang . Eine Orgel besitzt in der Regel 2 oder 3 Manuale, bei sehr großen Instrumenten sind es bis zu 4 oder 5 Manuale.
   
Manubrie auch Manubrium genannt, ist ein mit der Hand zu bedienender Registerzug.
   
Mensur Maßverhältnis der einzelnen Teile einer Orgelpfeife, sie wird vom Orgelbauer entsprechend der gewünschten Klangcharakteristik und den Anforderungen des Raumes berechnet. Insbesondere versteht man darunter die Weitenmensur (Querschnitt) der Labialpfeife und unterscheidet damit auch Registerfamilien: Principale mit mittlerer, Flöten mit weiter und Streicher mit enger Mensur.
   
Metall Das zur Herstellung von Pfeifen verwendete „Orgelmetall“ ist eine Legierung aus Zinn und Blei in unterschiedlichen Mischungsverhältnissen, je nach gewünschtem Klang.
   
Mixtur „Mischung“ mehrerer hoch liegender Pfeifenreihen (Oktaven und Quinten, bisweilen auch Terzen) in einem Register mit Angabe „-fach“. Mixturen ergeben als Klangkronen den orgeltypischen glänzenden Klang. Beispiele: Mixtur 4-fach, Scharf 4-fach.
   
Oktave Name für ein Principalregister, das eine oder mehrere Oktaven höher als das eigentliche Principalregister des gleichen Werks liegt.
   
Pedal Teilwerk der Orgel, in dem vor allem die tiefen Bassregister mit den größten Pfeifen stehen. Das Pedal (lat. pes - Fuß) wird mit den Füßen gespielt. Sein Tonumfang beträgt 2 Oktaven (C-g1).
   
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