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Chronik - Hermann Eule Orgelbau

 

1872 - 1929 Wirkungszeit von Hermann Eule (1846 - 1929)

Dom zu Bautzen, opus 119 III/62, erbaut 1910
     
Hermann Eule 1861 Orgelbaulehre und Gesellenjahre bei Leopold Kohl in Bautzen
   
1868 Wanderjahre, Tätigkeit bei Carl Voigt in Halberstadt und
Balthasar Schlimbach in Würzburg
   
1872 26. Januar Gründung der Orgelbauwerkstatt Hermann Eule in
Bautzen. Bis zum Jahre 1900 wurden 80 neue mechanische
Kegelladenorgeln erbaut (größte Orgel: Bautzen Maria-Martha-
Kirche, 2 Manuale, 38 Register).
   
1900 Gleitende Umstellung auf pneumatische Taschenladenorgeln
   
1910 Größte Orgel in seiner Wirkungszeit: Bautzen Dom evang. Teil
III/62 (pneumatische Setzerkombination). Die Orgel ist erhalten.
   
1929 Opus 173
 
 
1929 - 1957 Wirkungszeit von Johanna Eule (1877 - 1970) 1933 Restaurierung Crostau, G. Silbermann 1732
     
Johanna Eule 1929 Die Tochter von Hermann Eule übernahm die Leitung der Firma.
Ein Stamm erfahrener Mitarbeiter und Meister steht ihr zur Seite.
Es erfolgt zeitgemäß eine Umstellung der romantischen Klang-
aussage auf das barocke, bzw. neobarocke Klangbild.
   
1930 Die neu erbaute Orgel in Döbeln, Nikolaikirche, Größe III/57 ist
ein interessantes Zeitzeugnis aus dieser Epoche.
Die Orgel ist unverändert erhalten und von uns im Jahre 2001
überholt worden.
   
1933 Erste Orgelrestaurierung (Gottfried-Silbermann-Orgel in Crostau)
   
1936 Erste große neue Schleifladenorgel für die St. Pauli-Kreuz-Kirche
in Chemnitz, 3 Manuale, 39 Register, elektrische Traktur
   
1948 Größte Orgel in ihrer Wirkungszeit:
Leipzig Universitätskirche IV/80 (Umbau)
   
1953 Genereller Übergang zur Schleifladenorgel mit mechanischer
Traktur. Studium der Mensurationskunst alter Meister und Einbe-
ziehung in den Orgelneubau, auch als Grundlage des Beginns
umfangreicher Orgelrestaurierungen nach denkmalpflegerischen
Richtlinien
     
  1957 Opus 300  
 
 
1957 - 1971 Wirkungszeit von Hans Eule (1923 - 1971) Dom zu Zwickau, opus 327 III/77, erbraut 1966-1969
     
Hans Eule 1959 Meisterprüfung, danach Aufstockung auf ca. 40 Mitarbeiter
   
  Straffung der Arbeitsorganisation, so dass eine äußerst effiziente
Herstellung von Einzelstücken erreicht wurde. Dadurch konnten
die Preise auf erschwinglichem Niveau gehalten werden.
Einführung neuer Materialien, von denen man sich mehr Klima-
beständigkeit erhoffte. Die in seiner Wirkungszeit neu geschaffe-
nen Instrumente haben durchweg neobarocke Klangaussage.
   
1961 Beginn reger Exporttätigkeit (Schweden, Sowjetunion, Bundes-
republik Deutschland).
Bis zu seinem frühen Tod wurden 29 neue Orgeln in die Bundes-
republik Deutschland geliefert und von eigenen Mitarbeitern vor
Ort montiert und intoniert.
   
1969 Größte Orgel in seiner Wirkungszeit: Zwickau Dom IV/77
   
1971 Opus 420
 
 
1971 - 2005 Wirkungszeit von Ingeborg Eule (geb. 1925)
1976 Restaurierung Altenburg Schloßkirche,H. G. Trost 1735-39
 
 
Kathetrale St. Sebastian Magdeburg, opus 637 III/56, erbaut 2005
     
Ingeborg Eule 1971 Nach dem Tod ihres Ehemanns übernahm Ingeborg Eule die
Leitung des Betriebes. Wie schon zu Johanna Eules Zeiten
stehen auch ihr ein erfahrener Stamm von Mitarbeitern und
Meistern zur Seite.
   
1971 Beibehaltung der umfangreichen Exporttätigkeit
   
1972 Zwangsverstaatlichung des sich in der DDR (Ostdeutschland,
Bautzen) befindenden Betriebes. Im Bemühen um die Erhaltung
des 100-jährigen Betriebes stellte sie sich weiter als Betriebs-
leiter zur Verfügung.
   
1976

Restaurierungen nach denkmalpflegerischen Richtlinien in zu-
nehmendem Maße. Als Markstein ist hier die Wiederherstellung
der Trost-Orgel in der Schoßkirche Altenburg zu nennen.

   
1988 Übergabe der Funktion des Betriebsleiters an Orgelbaumeister
Armin Zuckerriedel, der seit 1970 in der Firma Eule tätig ist.
   
1990 Reprivatisierung des Betriebes. Inhaber ist wieder Frau Ingeborg
Eule. Beibehaltung der Betriebsgröße von ca. 40 Mitarbeitern.
In den Folgejahren wurde der Betrieb baulich vergrößert und der
Maschinenpark fast vollständig erneuert.
   
  In zunehmendem Maße nimmt die Epoche der Romantik Einfluss
auf die Klanggestaltung neuer Orgeln. Restaurierungen an
Orgeln von Ladegast, Walcker, Steinmeyer und aus der eigenen
Werkstatt sind dafür eine unverzichtbare Fundgrube. Aber auch
Barockorgeln wurden weiterhin restauriert, ganz im Sinne der
Erbauer. In den vergangenen Jahren waren das u. a. Orgeln von
Gottfried Silbermann, Zacharias Hildebrandt, Heinrich Gottfried
Trost, Tobias Schramm, Johann Gottlieb Tamitius,
Johann Gottlob Trampeli, Johann Christian Kayser und anderen.
   
2000 Abschluss der 1993 begonnenen Restaurierung der Zacharias-
Hildebrandt-Orgel Naumburg St. Wenzel, im Sinne des Erbauers
und des Abnahmegutachtens von J. S. Bach und G. Silbermann
vom 27. September 1746
   
2004 Größte Orgel in ihrer Wirkungszeit: Leipzig Nikolaikirche V/103
     
2005 Opus 637  
       
 
seit 2005 Wirkungszeit von Anne-Christin Eule (geb. 1975) Lüchow, St. Johannes Kirche, 2006 opus 648 III/47
     
Anne-Christin Eule 2003 Abschluss des Studiums, Dipl.-Betriebswirtin (FH)
   
2005 übernahm die Enkeltochter von Ingeborg Eule die Leitung des
Betriebes (Orgelbauerlehre 1994 -1997)
   
  Größte Orgel in ihrer bisherigen Wirkungszeit:
Lüchow St. Johannis III/43
   
2006 Für die Restaurierung und Erweiterung der 1891 erbauten
Walcker-Orgel in der Staatlichen Akademischen Kapelle in
St. Petersburg/Russland werden nach 106 Jahren erstmalig
wieder neue Kegelladen gebaut.
   
2007 Opus 654 entsteht für das Mozarteum in Salzburg
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